Low-Pressure-Dosen sind perfekt, wenn’s auf Kontrolle ankommt: saubere Linien, feine Details, komplexe Characters. Durch den geringeren Druck lässt sich die Dose ruhig und langsam führen, ohne dass die Farbe sofort läuft, oder spritzt;

High-Pressure-Dosen sind dagegen echte Arbeitstiere. Sie sind fürs schnelle Arbeiten gemacht, ballern ordentlich Farbe raus und eignen sich ideal zum Füllen großer Flächen. Selbst bei Kälte liefern sie konstanten Output und decken sofort – ideal für Action und große Pieces.


Low Pressure = maximale Kontrolle


High Pressure = maximale Geschwindigkeit & Deckkraft, auch auf rauem Untergrund.

Am Besten in Kombi: High Pressure fürs Fill-in, Low Pressure für Outlines, Details und den Feinschliff.

Vom Sketch zum Piece: Der Aufbau & Tipps

Zuerst überträgt man die Skizze (Firstlines) mit einer hellen Farbe grob an die Wand, um die Proportionen zu prüfen.

Danach wird der Hintergrund (Background) angelegt, damit die Buchstaben später sauber auf einer Ebene davor „sitzen“.

Es folgt das Fill-in (Ausfüllen der Buchstaben), wobei man von oben nach unten arbeitet, um Farbnasen zu vermeiden.

Nach dem Fill-in zieht man die Outlines (Außenlinien), die dem Ganzen die Form geben und unsaubere Kanten überdecken.

Zum Schluss kommen Highlights (Lichtpunkte), Reflexe und Second Outlines (Rahmen), um das Piece plastisch wirken zu lassen.

Tipp: Zwischendurch immer wieder ein paar Meter Abstand nehmen, um die Symmetrie und das Gesamtbild aus der Distanz zu checken.


Atemschutz beim Malen: Sicherheit und Wartung

Wenn du regelmäßig malst, ist der Schutz deiner Atemwege vor Pigmentstäuben und Lösungsmitteldämpfen unerlässlich. Ein Einwegschutz reicht hier oft nicht aus.

Die richtige Maskenwahl

Trage beim Sprayn konsequent eine Atemschutzmaske mit Wechselfiltersystem.

Für den gelegentlichen Schutz gegen Partikel sind Masken der Stufe FFP2 oder FFP3 geeignet. Wenn du jedoch regelmäßig arbeitest, ist eine Wiederverwendbare Halbmaske die bessere Wahl. Diese bietet durch Silikon- oder Gummilippen eine deutlich bessere Abdichtung zum Gesicht als Einwegmodelle. Eine Maske wo die Filter wechselbar sind ist mein Favorit.

  • Partikelfilter: Schützen vor feinen Stäuben und Pigmenten.
  • Aktivkohlefilter: Filtern schädliche organische Gase und Dämpfe aus Lösungsmitteln und Lacken.

Wann muss der Filter gewechselt werden?

Verlasse dich nicht nur auf ein festes Datum, sondern achte auf deine Sinne.

Eine Maske verliert ihre Wirkung, wenn:

  1. Geruch oder Geschmack: Sobald du den typischen Geruch von Farbe oder Lösungsmitteln durch die Maske wahrnimmst, ist der Aktivkohlefilter gesättigt und muss sofort getauscht werden.
  2. Atemwiderstand: Wenn das Einatmen spürbar schwerer fällt, sind die Partikelfilter (FFP2/FFP3-Vlies) zugesetzt.
  3. Sitz der Maske: Wenn die Gummibänder ausleiern oder die Dichtung spröde wird, zieht die Maske „Falschluft“.

Die SalzWand in Salzburg sind offiziell freigegebene Flächen, an denen Graffiti legal erlaubt ist. Dieses Projekt der Stadt bietet Künstlern Raum, sich ohne rechtliche Folgen kreativ auszuleben und großflächig zu sprühen. Die Flächen werden regelmäßig von der Szene genutzt, wodurch eine ständig wechselnde, urbane Galerie am Fluss entsteht. Es ist eine Win-Win-Situation, da illegale Schmierereien im Stadtkern reduziert und Talente gleichzeitig gefördert werden.

Infos zu den genauen Standorten und Regeln findest du im Geoinformationssystem (SAGIS) der Stadt Salzburg:

SAGIS – Offizielle Graffitiflächen Salzburg

Die besten Spots*

  • Wallnergasse / Rauchmühle (Lehen): Dies ist die längste Graffiti-Wand Salzburgs (ca. 1.200 m²). Sie zieht sich entlang der S-Bahn-Strecke von der Wallnergasse bis zum Marie-Andeßner-Platz. Wichtig: Achte hier besonders auf Radfahrer und sprühe nicht über Parkhausschilder.
  • Makartkai (Lehen): Eine etwa 500 m² große Fläche auf Höhe der Arnsdorfgasse.
  • Lehener Park: Hier stehen ca. 120 m² Verfügung.
    Wenn der Eisstockverein spielt, sollte man kurz Rücksprache halten oder pausieren!

Kleinere legale Flächen (Auswahl)

  • Stölzlpark (Maxglan): Du darfst die Seitenwände und die Rückseite des Gebäudes im Kinderverkehrsgarten (Bindergasse 5) nutzen. Die Frontseite muss allerdings frei bleiben.
  • Askö-Platz (Maxglan): In der Eichetstraße 29–31 ist die Seitenwand für Graffitis freigegeben.
  • Volksgarten (Aigen): An der Hundertwasser Allee darf die Plakatwand besprüht werden.
    Ausnahme!: Das WC-Häusl ist seit 2025 tabu;

Wichtig:

Bitte auf Aktualität prüfen. Bitte auf Auszeichnungen / Schilder Salzwand achten! Eventuell ist vorher Absprache notwendig

Schriften lassen sich grob in Kategorien wie

Serifen (mit Häkchen),

Slab Serif (mit kräftigen, blockhaften Serifen),

Sans Serif (geradlinig),

Scirpt (Schreibschriften) unterteilen.

Daneben gibt es Stencil-Fonts, deren Buchstaben so konstruiert sind, dass sie sich mit vorgefertigten Schablonen schnell und sauber umsetzen lassen.

Im Graffiti-Kontext sind besonders zwei Stilrichtungen prägend: der Wildstyle, der durch extrem komplexe, verschlungene und oft schwer lesbare Buchstaben besticht, und der Blockbuster, der auf massive, großformatige Buchstaben für maximale Sichtbarkeit setzt.

Für klassische Graffiti-Tags: Script oder Sans

Papier/Karton-Schablone anfertigen?

Stencil-Fonts kommen vor allem dort zum Einsatz, wo Effizienz, Wiederholbarkeit und ein klarer, direkter visueller Impact gefragt sind;

Caps sollten nach Gebrauch kurz „freigesprüht“ werden (Dose auf den Kopf stellen und sprühen, bis nur noch Gas kommt, keine Farbe mehr sichtbar ist).

Caps identifizieren anhand von Sitz / AuslassSitz auf dem Ventilstift (Röhrchen)

Das Röhrchen am Cap ( direkt auf dem Ventilstift) regelt wie viel Druck und Farbe überhaupt bis zum Auslass kommen.

Form des Röhrchens (unten am Cap)

  • Kein Schlitz : Feine Linienstärke
    gleichmäßiger Druckaufbau
    gut für kontrollierte Linien
  • Schmaler Schlitz im Röhrchen: normale Linenstärke
    etwas mehr Luft- und Farbdurchlass
  • Breiter Schlitz im Röhrchen: Für high preasure größereFlächen
    maximaler Durchfluss
    kaum Druckverlust
    max. Output, neigt zu Spritzern bei wenig Abstand

Der Schlitz im Röhrchen wirkt wie eine Drossel bzw. Öffnung:
je breiter der Schlitz, desto weniger Widerstand, desto mehr Farbe kommt nach.


Auslass (oben / außen am Cap)

Der Auslass bestimmt die Form des Sprühstrahls, nachdem die Farbe das Röhrchen passiert hat.

  • Kleiner, runder Auslass
    schmaler, präziser Strahl
  • Größerer, runder Auslass
    breiter, gleichmäßiger Strahl
  • Schlitz
    fächerförmiger Strahl
    sehr hoher Farbauftrag